09.02.2009 - BaFin legt Rundschreiben zu den MaRisk VA vor

Ende Januar hat die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) ein Rundschreiben zu den Mindestanforderungen an das Risikomanagement für Versicherer (MaRisk VA) veröffentlicht. Der VFPK sieht durch die MaRisk keine wesentlichen Nachteile für regulierte Pensionskassen.

In dem 44 Seiten umfassenden Rundschreiben erläutert die BaFin alle aus ihrer Sicht notwendigen Maßnahmen für ein effektives Risikomanagement bei Versicherungseinrichtungen. Die BaFin betont in diesem Zusammenhang, dass die neuen Anforderungen das Prinzip der Proportionalität berücksichtigen. Das heißt konkret, dass bei der Anwendung der MaRisk die Größe der Pensionseinrichtung berücksichtigt wird.

In einem aktuellen Artikel des Brancheninformationsdienstes portfolio institutionell betont Peter Hadasch, Vorsitzender des VFPK, dass der Verband keine wesentlichen Nachteile durch die MaRisk für die Mitglieder des VFPK sehe. Erstens verfügten viele Firmenpensionskassen über ein ausreichendes Risikomanagement und zweitens habe die BaFin deutlich gemacht, dass das Prinzip der Proportionalität gelte: „Insofern erwarten wir keine Zusatzkosten für unsere Mitglieder“, erläutert Hadasch. „Die Frage ist nur, ob es bei der Proportionalität bleibt. Für kleinere Kassen wäre es sonst zu teuer, in neues Personal für das Risikomanagement zu investieren beziehungsweise eine unabhängige Revision zu finanzieren“.

Auf die Frage, warum die MaRisk nirgends Solvency II erwähnen, sagt Thomas Steffen, Exekutivdirektor des BaFin Geschäftsbereichs Versicherungsaufsicht in dem selben Artikel: „Wir möchten den Eindruck vermeiden, als solle jetzt über die MaRisk auch für die betriebliche Altersversorgung Solvency II durch die Hintertür eingeführt werden.“ Laut Steffen könne die MaRisk allerdings bis zur geplanten Umsetzung von Solvency II in das deutsche Recht 2013 überarbeitet werden. Auf EU-Ebene wird aktuell weiterhin über Solvency II beraten.