10.06.2014 - EZB: Weichenstellung in die falsche Richtung - VFPK fordert ein schnelles Ende der Niedrigzins-Rekordjagd

Die Niedrigzinspolitik hat für Millionen künftiger Rentner in Deutschland dramatische Folgen. Diese werden nämlich auf zusätzliche Einkünfte aus einer kapitalgedeckten Altersversorgung dringend angewiesen sein, wenn sie als Rentner einen einigermaßen angemessenen Lebensstandard genießen wollen. Das gelingt nur dann, wenn sie durch Sparen Vermögen bilden können. Aber genau das funktioniert nur bei einem vernünftigen Zinsniveau, unter den gegebenen Bedingungen ist das nicht möglich.

Die Folgen der bereits Jahre andauernden, politisch vorgegebenen Niedrigzinsphase werden fatal sein. Dr. Aden weist auf die deutliche Signalwirkung der immer niedrigeren Zinsen hin. „Die EZB vermittelt mit ihrer Politik die Botschaft, dass sich zusätzliche kapitalgedeckte Altersvorsorge nicht lohnt. Sparen verliert seinen Zweck, wenn Geld aus der Notenpresse in jedem beliebigen Umfang für 0,15 Prozent zur Verfügung gestellt wird. Gleichzeitig ist aber allen auch bewusst, dass es ohne zusätzliche kapitalgedeckte Altersversorgung zwangsläufig zu Altersarmut und einer vollständigen Überlastung der staatlichen Rentensysteme kommt, wenn diese nicht durch zusätzliche kapitalgedeckte Vorsorge entlastet werden. Deshalb müssen wir raus aus dem Niedrigzins, damit die Menschen überhaupt sparen und ausreichend vorsorgen können.“

Inzwischen ist das Fortbestehen der Niedrigzinsphase auch eine Gefahr für das Finanzsystem selbst. Dient der niedrige Leitzins heute doch vor allem zur weiteren Refinanzierung unprofitabler oder gar maroder Kredite und zur Vermeidung von Bewertungskorrekturen um jeden Preis. „Dringend notwendige Anpassungen und Reformen werden auf die lange Bank geschoben und in Zukunft die Rentnergenerationen doppelt treffen“, warnt Dr. Aden eindringlich.